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Alternative Behandlungsmethoden

Akupunktur und Laserakupunktur

Akupunktur und Laserakupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und gehört zum Bereich der Regulationsmedizin. Mit Hilfe feiner Nadeln werden spezifische Punkte des Körpers stimuliert. Grundsätzlich können alle Erkrankungen, die einer Eigenregulation noch zugänglich sind, mit Akupunktur behandelt werden. In westlichen Ländern wird das Verfahren vorwiegend in der Schmerztherapie eingesetzt.

Beispiele für den Einsatz von Akupunktur bei Kleintieren:

  • Schmerzen (z.B. bei Arthrosen, HD, ED, Cauda equina Syndrom, Spondylosen, Bandscheibenproblemen, unspezifischen Lahmheiten)
  • Inkontinenz
  • Gynäkologische Probleme
  • Als Behandlungsalternative bei Medikamentenunverträglichkeiten

Die Akupunkturbehandlungen können bei uns - ganz klassisch - mit Akupunkturnadeln durchgeführt werden. Alternativ oder auch ergänzend arbeiten wir mit einem Akupunkturlaser. Der Akupunkturlaser ermöglicht die schmerzfreie Stimulation der Akupunkturpunkte, insbesondere bei sehr sensiblen Tieren oder bei der Anwendung an empfindlichen Körperpartien. Durch die Wahl entsprechender Laserfrequenzen können außerdem Narben behandelt und entzündete Gewebe positiv in ihrem Heilungsverlauf unterstützt werden. 

Ansprechpartner:
  Dr. med. vet. Juliane von dem Bussche

Chiropraktik

Die Chiropraktik zählt zu den ganzheitlichen manuellen Therapiemethoden. Im Zentrum der chiropraktischen Behandlung steht das Erkennen und Behandeln von Bewegungseinschränkungen („Blockaden“) im Bereich der Wirbelsäule und einzelner Körpergelenke. Diese Einschränkungen können durch sogenannte Makrotraumata (z.B. Unfälle, Stürze, heftiger Leinenruck) oder durch wiederholte Mikrotraumata (z.B. Fehlbelastungen aufgrund angeborener oder erworbener Gelenkerkrankungen) entstehen.

Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigt, kann dies auf bestehende Blockaden hinweisen:

  • Rückenschmerzen
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Zögerliches Springen
  • Verändertes Gangbild (Passgang, verstärkt diagonales Laufen), unklare Lahmheiten
  • Leistungsminderung
  • Schmerzäußerungen bei bestimmten Bewegungen

Ansprechpartner:
  Dr. med. vet. Juliane von dem Bussche

Neuraltherapie

Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte das Ärztebrüderpaar Ferdinand und Walter Huneke Phänomene, die im Zusammenhang mit dem Einsatz von Lokalanästhetika auftraten. Daraus entwickelte sich die Neuraltherapie (NT) als eigenständige Methode; das Verfahren ist auch als Impletol®-, Procain-, Segmenttherapie oder Heilanästhesie bekannt. Abhängig von der jeweiligen Indikation werden Lokalanästhetika in exakt definierte Bereiche wie Akupunkturpunkte, Nervenwurzeln, Triggerpunkte, Narben oder Nervengeflechte gespritzt. Die Lokalanästhetika stabilisieren die Zellwände, indem ihre Wirkstoffe in die Membranporen eingebaut werden. Dies macht die Zellwände für  Schmerzbotenstoffe undurchlässig. Wird das Lokalanästhetikum an die richtige Stelle gespritzt, überdauert der Effekt die eigentliche Wirkdauer des Anästhetikums. Haupteinsatzgebiete der Neuraltherapie sind neben Erkrankungen des Bewegungsapparates vor allem Probleme der Beckenorgane (z.B. Harninkontinenz nach Kastration, Kotinkontinenz, Zyklus- und Fruchtbarkeitsstörungen).

Ansprechpartner:
  Dr. med. vet. Juliane von dem Bussche

Blutegeltherapie

Blutegeltherapie

Was Sie über die Behandlung mit medizinischen Blutegeln wissen sollten

In unserer Klinik bieten wir die Behandlung mit Blutegeln an. Dafür werden ausschließlich medizinische Blutegel verwendet. Diese gelten als Fertigarzneimittel und werden nur ein einziges Mal verwendet.

 

Typische Indikationen für die Behandlung mit Blutegeln bei Hunden und Katzen sind:

-          Spondylose/Diskopathien/Myogelosen (Rückenprobleme)

-          Bänderzerrung/Sehnenreizung

-          Arthrosen/Arthritis/Gelenkentzündung

-          unterstützend bei HD (Hüftdysplasie) und ED (Ellbogendysplasie)

-          schlechte Wundheilung

-          Hämatome (Blutergüsse)

-          Nervenentzündungen

-          (Ohrentzündungen, Blutohr)

 

Kontraindikationen (d.h. hier sollten/können keine Blutegel angewendet werden)

-          Anämie (Blutarmut)

-          Blutgerinnungshemmende Medikamente/Blutverdünnende Medikamente

-          Blutgerinnungsstörungen

-          Fieber

-          Kachexie (starke Abmagerung)

-          Leukämien

-          Maligne Tumoren

 

Zu beachten:

Bitte informieren Sie uns im Vorfeld über alle verabreichten Medikamente!

Durch die Gabe von Schmerzmitteln/Entzündungshemmer/Kortison (z.B. Rimadyl, Previcox, Metacam, Onsior, Prednisolon, Trococil usw.) kann die Blutgerinnung verlangsamt sein – die Nachblutungen können dann extrem stark ausfallen. Diese Medikamente sollten möglichst 2 bis 3 Tage vor und nach der Behandlung nicht gegeben werden.

Mittel gegen Ektoparasiten (Flöhe/Zecken) - egal ob als spot-on (z.B. Frontline, Advantix, Vetra3D, Exspot usw.) oder als Tablette (z.B. Bravecto, Nexguard) können ein Beißen der Egel verhindern. Die Anwendung sollte deshalb zum Ende des Wirkzeitraumes des entsprechenden Medikamentes erfolgen.

Hunde sollten in den Tagen vor der Behandlung nicht shampooniert werden. Auch sollte ein Streicheln der zu behandelnden Bereiche mit frisch eingecremten Händen vermieden werden. Blutegel sind sehr geruchssensibel und beißen in solchen Bereichen nicht oder nur sehr zögerlich. Hunde sollten vor der Behandlung eine kleine Runde spazieren geführt werden. Das regt die Durchblutung an und macht sie während der Behandlung ausgeglichener.

Ablauf der Behandlung:

Unter Umständen kann eine Rasur der Bißstellen nötig sein. Planen Sie für die Behandlung Zeit ein! Der Saugakt dauert in der Regel zwischen 20 Minuten und 2 Stunden. Deshalb ist eine Blutegelbehandlung auch nur nach vorheriger Terminabsprache möglich. In der Regel tolerieren die Tiere die Behandlung sehr gut.  Im Anschluss kommt es zu erwünschten Nachblutungen, die bis zu 12 Stunden (im Extremfall 20 Stunden) anhalten können.

Während der Nachblutungszeit können Hunde durchaus angeleint ruhig spazieren geführt werden.

Für die Zeit der Nachblutung werden die Bißstellen mit lockeren Verbänden (keinesfalls Druckverbänden) abgedeckt. Lecken/Verschmutzungen sollten verhindert werden, bis die Wunden durch einen Schorf abgedeckt sind (nach 2-3 Tagen). Gelegentlich treten nach der Behandlung ein leichter Juckreiz und eine leichte Schwellung im Bereich der behandelten Stellen auf – dieser kann ggf. mit juckreizstillenden Salben (z.B. gegen Mückenstiche wie Soventol® oder Rescue-Salbe) behandelt werden.

Das vollständige Abheilen der Bißstellen kann 1-2 Wochen dauern.

Erstverschlimmerungen:

Wie bei jeder ganzheitlichen naturheilkundlichen Heilmethode kann es nach der Behandlung mit Blutegeln zu einer Erstverschlimmerung kommen. Das bedeutet, dass die Beschwerden sich zunächst verschlimmern, ehe eine Verbesserung einsetzt. Eine Erstverschlimmerung setzt in der Regel etwa 24 Stunden nach der Behandlung ein und dauert nicht länger als 2 Tage. Sollte die Erstverschlimmerung länger anhalten oder sollten Sie unsicher sein, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Folgebehandlungen:

Je nach Indikation und Ansprechen auf die Behandlung können Folgebehandlungen nötig sein.

 

Ansprechpartner in unserer Klinik

    Dr. Juliane von dem Bussche

    Frau Venice Nzibila

    Frau Carola Will

Blutegel an einer Katze